Branchenlösung

IT für herstellende Betriebe, von der Maschine bis zum Paketschein.

In einem Produktionsbetrieb hängt alles an einer Kette: Bestellung, Warenwirtschaft, Fertigung, Lager, Versand, Rechnung. Reißt sie an einer Stelle, steht sie überall. Wir betreuen diese Kette vollständig, und verbinden die Systeme, die dabei miteinander reden müssen.

Die Ausgangslage

Die Systeme sind selten das Problem. Die Übergänge sind es.

Fast jeder herstellende Betrieb, den wir übernehmen, hat gute einzelne Systeme: eine Warenwirtschaft, die funktioniert, einen Shop, der verkauft, eine Versandsoftware, die Etiketten druckt. Und dazwischen jemanden, der jeden Morgen eine Datei exportiert und woanders wieder einliest.

Diese Handgriffe sind der eigentliche Kostenblock. Sie kosten Zeit, sie erzeugen Fehler, und sie fallen genau dann aus, wenn die betreffende Person im Urlaub ist. Vor allem aber verzögern sie Bestände, und verzögerte Bestände bedeuten im Onlinehandel Überverkäufe.

Unsere Arbeit setzt an den Übergängen an: Wir verbinden die Systeme so, dass die Daten von selbst laufen, und überwachen die Verbindungen wie jeden anderen Teil der Infrastruktur.

Was uns Betriebe am häufigsten schildern

  • Bestände zwischen Shop, Marktplätzen und Warenwirtschaft laufen auseinander
  • Aufträge werden abgetippt, weil zwei Systeme nicht miteinander reden
  • WLAN im Lager bricht ab, sobald die Regale voll sind
  • Anlagensteuerungen auf Betriebssystemen ohne Updates
  • Produktions- und Büronetz historisch gewachsen, nicht getrennt
  • Fernwartungszugänge von Maschinenlieferanten stehen dauerhaft offen
  • Versandetiketten und Paketdienst-Anbindung als tägliche Fehlerquelle
  • Schichtbetrieb, aber IT-Support nur zu Bürozeiten
Unser Schwerpunkt

E-Commerce und Schnittstellen, da liegt unsere Stärke.

Ein Onlineshop ist der einfachste Teil. Schwierig wird es dahinter: Bestand, Preise, Aufträge, Lieferstatus, Retouren und Rechnungen müssen zwischen Shop, Warenwirtschaft, Lager, Versanddienstleister und Buchhaltung wandern: verlässlich, in beide Richtungen und ohne dass jemand nachhilft.

Shop und Warenwirtschaft

Artikel, Preise, Staffelungen und Bestände in eine Richtung, Aufträge und Kundendaten zurück. Mit einer führenden Bestandsquelle statt zweier Wahrheiten. Das ist die Maßnahme, die Überverkäufe tatsächlich beendet.

Marktplätze

Amazon, eBay, Otto, Kaufland: Jeder Kanal hat eigene Regeln für Bestand, Lieferzeit und Retoure. Wir binden sie an dieselbe Quelle an, statt jeden Kanal einzeln zu pflegen.

ERP-Anbindung

Microsoft Dynamics 365 Business Central, SAP Business One, Sage, JTL, Xentral, weclapp, plentymarkets: über die vorhandenen Schnittstellen oder, wo nötig, über ein eigenes Verbindungsstück.

Versand und Paketdienste

DHL, DPD, GLS, UPS: Labelerzeugung, Sendungsnummern zurück in Shop und Kundenmail, Track-and-Trace ohne manuelles Nachtragen. Inklusive Retourenlabel und Rückbuchung im Bestand.

EDI zum Handel

Wenn Sie an Ketten liefern, kommen Bestellungen, Lieferavis und Rechnungen strukturiert: EDIFACT, openTRANS oder das Format, das Ihr Kunde vorschreibt. Wir richten die Strecke ein und überwachen sie.

Buchhaltung und E-Rechnung

Zahlungsanbieter und Rechnungen sauber in die Buchhaltung, DATEV-Übergabe inklusive. Und die Umstellung auf XRechnung oder ZUGFeRD rechtzeitig vor dem 1. Januar 2027.

Wo es kein fertiges Modul gibt, bauen wir eines

Für gängige Kombinationen existieren Standardverbindungen, und wo eine passt, nehmen wir sie. Das ist günstiger und wartungsärmer. Aber gewachsene Betriebe haben fast immer eine Stelle, für die es nichts von der Stange gibt: eine ältere Warenwirtschaft, eine Branchenlösung, eine Maschine, die ihre Daten nur als Datei ausgibt. Dafür entwickeln wir das Verbindungsstück selbst: dokumentiert, überwacht und so gebaut, dass es auch ohne uns verständlich bleibt. Die gesamte Kette im Detail: Shopentwicklung und ERP-Schnittstellen.

Lager und Versand

Ein Lager ist kein Büro mit Regalen.

Der häufigste Fehler bei der Lager-IT ist, sie wie Büro-IT zu planen. Metallregale reflektieren Funk, volle Gänge dämpfen völlig anders als leere, ein Stapler wechselt die Funkzelle schneller, als ein Büro-WLAN die Übergabe schafft. Und im Kühlbereich verhält sich alles noch einmal anders.

Deshalb planen wir Lagernetze nicht am Schreibtisch. Wir messen vor Ort im gefüllten Zustand und legen die Ausleuchtung so aus, dass ein Scanner auf der Fahrt durch den Gang die Verbindung hält. Das ist der Unterschied zwischen einem Kommissionierer, der arbeitet, und einem, der stehen bleibt und neu einloggt.

Dazu gehören die unspektakulären Dinge, an denen der Versand täglich hängt: Etikettendrucker, die nicht ausfallen, Handhelds, die zentral verwaltet und im Defektfall in Minuten ersetzt sind, und Packplätze, die auch dann funktionieren, wenn das Volumen sich im vierten Quartal verdoppelt.

Was wir in Halle und Lager übernehmen

  • WLAN-Ausleuchtung nach Messung vor Ort, inklusive Kühl- und Außenbereichen
  • Scanner und Handhelds zentral verwaltet, mit Austauschgeräten vor Ort
  • Etiketten- und Palettendruck redundant ausgelegt
  • Packplätze und Versandsoftware angebunden an die Paketdienste
  • Belastbarkeit vor der Saison geprüft statt im Weihnachtsgeschäft
  • Netzwerk in der Halle industrietauglich statt im Serverschrank improvisiert

Kommissionierliste am Packplatz, dieselben Aufträge auf dem MDE-Handgerät im Lager.

In der Fertigung

Eine Anlage lebt zwanzig Jahre. Ein Betriebssystem fünf.

Das ist der Kern fast jedes Gesprächs, das wir mit Produktionsbetrieben führen. Die Linie läuft seit 2011 einwandfrei, die Steuerung darunter auf einem Windows ohne Updates, und der Anlagenhersteller gibt für ein neueres System keine Freigabe.

Netze trennen

Produktion, Lager, Büro und Gästezugang bekommen eigene Bereiche mit kontrollierten Übergängen. Damit eine Verschlüsselung, die in der Buchhaltung beginnt, nicht in der Fertigung endet.

Altanlagen absichern

Steuerungen, die nicht aktualisiert werden dürfen, werden abgeschottet und überwacht statt gepatcht. Fernwartungszugänge der Maschinenlieferanten werden auf Anforderung geöffnet, nicht dauerhaft offengelassen.

Verfügbarkeit im Schichtbetrieb

Redundanz dort, wo Stillstand teuer wird, und Support zu den Zeiten, zu denen tatsächlich produziert wird, nicht nur montags bis freitags von neun bis fünf.

Rückverfolgbarkeit sichern

Chargen-, Prüf- und Produktionsdaten müssen über die gesamte Aufbewahrungsfrist lesbar bleiben. Wir sichern sie unveränderbar und holen sie regelmäßig testweise zurück.

Rezepturen und Konstruktionsdaten

Ein Berechtigungskonzept, das Formulierungen, Zeichnungen und Prüfergebnisse auf die Personen begrenzt, die sie brauchen, mit nachvollziehbarer Protokollierung der Zugriffe.

Audits vorbereiten

Handelskunden prüfen zunehmend auch die IT ihrer Lieferanten. Wir halten Systeminventar, Berechtigungen, Backup-Nachweise und Meldewege so, dass Sie im Audit antworten statt suchen.

Internet, Cloud und Fernwartung
Kontrollierter Übergang Firewall, Segmentierung, Protokollierung, jede Verbindung zwischen den Zonen ist bewusst erlaubt, nicht historisch gewachsen.
Zone 1

Büro und Verwaltung

Arbeitsplätze, Mail, Warenwirtschaft. Hier beginnt fast jeder Angriff, über einen Anhang.

Zone 2

Produktion

Anlagensteuerungen auf Betriebssystemen ohne Updates. Wird abgeschottet und überwacht statt gepatcht.

Zone 3

Lager und Versand

Scanner, Handhelds, Etikettendruck. Eigenes Funknetz, ausgelegt auf volle Regale und fahrende Stapler.

Zone 4

Gäste und Fremdfirmen

Besucher und Anlagenlieferanten. Kommen ins Internet, aber an kein internes System.

Der Sinn der Trennung in einem Satz: Eine Verschlüsselung, die in der Buchhaltung beginnt, erreicht die Fertigung nicht.

Regulierung

Zwei Termine, die für herstellende Betriebe zählen.

NIS-2 trifft die Produktion breiter als gedacht

Die Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse steht in Anlage 1 BSIG, Einrichtungen mit hoher Kritikalität. Chemie, Lebensmittel, Maschinenbau, Elektro- und Fahrzeugbau sowie Teile der Logistik stehen in Anlage 2. Ob es Sie trifft, hängt zusätzlich an Beschäftigtenzahl und Umsatz. Wer beides fertigt, richtet sich am strengeren Maßstab aus. Mehr zu NIS-2 und was daraus folgt.

E-Rechnung ab 1. Januar 2027

Wer 2026 mehr als 800.000 Euro Umsatz hatte, muss ab dann strukturiert versenden: XRechnung oder ZUGFeRD, ein PDF genügt nicht mehr. Für alle übrigen greift die Pflicht ein Jahr später, empfangen können muss sie ohnehin schon jeder. Wer bereits per EDI an den Handel liefert, hat den kürzeren Weg dorthin, die Formate sind verwandt.

Sven Ali Souilem, IT Consultant bei der CentricCom AG
Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema

Sven Ali Souilem

IT Consultant: Schwerpunkt hybride Infrastrukturen, E-Commerce und Schnittstellen.

So beginnen wir

Erst durch den Betrieb laufen. Dann reden.

01

Begehung

Wir sehen uns an, was tatsächlich steht: Fertigung, Lager, Packplätze, Netzwerkschränke, Fernwartungszugänge. Aus Netzplänen allein lässt sich das nicht ablesen, und in gewachsenen Betrieben stimmen sie ohnehin selten.

02

Datenwege aufnehmen

Wir zeichnen nach, wo Daten heute von Hand wandern: welche Datei täglich exportiert wird, wer sie einliest, was passiert, wenn diese Person fehlt. Diese Liste ist regelmäßig die überraschendste Stunde des ganzen Projekts.

03

Priorisieren nach Wirkung

Wir rechnen aus, was eine Stunde Stillstand an Ihrer teuersten Stelle kostet, und was die manuellen Handgriffe im Jahr summieren. Danach sprechen wir über Maßnahmen: nicht vorher, und nicht über alles gleichzeitig.

04

Umsetzen und übernehmen

Änderungen an kritischen Strecken legen wir in Wartungsfenster, mit Rückfallplan und abschnittsweise. Danach läuft der Betrieb als Managed Service zum festen Monatspreis, Schnittstellenüberwachung eingeschlossen.

Häufige Fragen

Was herstellende Betriebe uns fragen.

Sie verbinden Shop und ERP, mit welchen Systemen arbeiten Sie?

Auf der Shopseite typischerweise Shopware, WooCommerce, Shopify und Magento, auf der Warenwirtschaftsseite Microsoft Dynamics 365 Business Central, SAP Business One, Sage, JTL, Xentral, weclapp und plentymarkets. Entscheidend ist aber selten das Produkt, sondern die Schnittstelle: Wir arbeiten mit dem, was das System hergibt (REST- und SOAP-Schnittstellen, EDI, Dateiübergaben) und bauen dort eigene Verbindungsstücke, wo ein fertiges Modul nicht reicht.

Wir verkaufen mehr, als wir auf Lager haben. Woran liegt das?

Fast immer am Takt des Bestandsabgleichs. Wenn der Shop einmal pro Stunde aktualisiert wird und Sie parallel über Amazon und den Fachhandel verkaufen, entstehen genau in diesem Fenster Überverkäufe. Die Lösung ist kein häufigerer Abgleich, sondern eine führende Bestandsquelle: Ein System hält den Bestand, alle anderen melden Bewegungen dorthin und fragen ab. Das ist der häufigste Auftrag, den wir im Handelsumfeld bekommen.

Was kostet eine Schnittstelle?

Das hängt daran, ob beide Seiten eine brauchbare Schnittstelle mitbringen. Sind auf beiden Seiten dokumentierte Zugänge vorhanden, ist es überschaubar. Muss aus einem älteren System über Dateiexporte gearbeitet werden, wird es aufwendiger, aber es geht fast immer. Wir sehen uns beide Seiten an und sagen Ihnen den Aufwand, bevor wir anfangen.

Unsere Anlagensteuerung läuft auf einem alten Windows. Was tun?

Das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Maschinen laufen fünfzehn bis zwanzig Jahre, das Betriebssystem darunter ist nach fünf abgekündigt, und der Anlagenhersteller gibt für ein neueres keine Freigabe. Ein Update ist dann keine Option. Die Lösung ist Abschottung: Das Produktionsnetz wird vom Büronetz getrennt, Zugriffe laufen kontrolliert über definierte Übergänge, und die Anlage wird überwacht statt gepatcht.

Warum bricht das WLAN im Hochregallager ständig ab?

Weil ein Lager kein Büro ist. Metallregale reflektieren, volle Gänge dämpfen ganz anders als leere, und ein Stapler fährt schneller durch die Funkzellen, als ein auf Büroumgebungen ausgelegtes Netz die Übergabe schafft. Das lässt sich nicht am Schreibtisch planen. Wir messen vor Ort, im gefüllten Zustand, und legen die Ausleuchtung danach aus, inklusive Kühl- und Außenbereichen.

Fallen Produktionsbetriebe unter NIS-2?

Viele ja. Die Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse steht in Anlage 1 BSIG, also bei den Einrichtungen mit hoher Kritikalität. Chemie, Lebensmittel, Maschinenbau, Elektro- und Fahrzeugbau sowie Teile der Logistik stehen in Anlage 2. Ob es Sie trifft, hängt zusätzlich an Beschäftigtenzahl und Umsatz. Das BSI stellt dafür eine kostenlose Betroffenheitsprüfung bereit: der richtige erste Schritt, bevor jemand über Maßnahmen spricht.

Ab wann müssen wir E-Rechnungen versenden?

Wer 2026 mehr als 800.000 Euro Umsatz hatte, muss ab dem 1. Januar 2027 strukturierte Rechnungen versenden: XRechnung oder ZUGFeRD, ein PDF genügt nicht mehr. Für alle übrigen greift die Pflicht ein Jahr später. Empfangen können muss sie ohnehin jedes Unternehmen bereits seit Januar 2025. Wer schon per EDI an den Handel liefert, hat den kürzeren Weg dorthin.

Wir haben das Weihnachtsgeschäft. Halten die Systeme das aus?

Das prüfen wir vorher, nicht im November. Lastspitzen bringen selten den Shop zum Erliegen, sondern die Kette dahinter: der Abgleich zwischen Shop und Warenwirtschaft, der Etikettendruck im Versand, die Übergabe an den Paketdienst. Wir sehen uns an, wo Ihr Engpass liegt, und geben der Stelle Luft, statt pauschal alles größer zu dimensionieren.

Übernehmen Sie auch den laufenden Betrieb?

Ja, als Managed Service zum festen Monatspreis: Überwachung von Servern, Netzwerk und Backup, Wartung, Support mit vereinbarten Reaktionszeiten, und die Schnittstellen gehören dazu. Eine Verbindung zwischen Shop und Warenwirtschaft, die niemand überwacht, fällt erfahrungsgemäß am Freitagnachmittag aus und wird am Montag bemerkt.

Wir laufen einmal durch Ihren Betrieb.

Fertigung, Lager, Versand und die Systeme dahinter: eine Begehung mit ehrlicher Einschätzung, ohne Verpflichtung. Danach wissen Sie, wo Sie stehen und was zuerst dran ist.

Quellen: BSI: NIS-2-regulierte Unternehmen, Anlagen 1 und 2 BSIG · § 14 UStG in Verbindung mit § 34a UStDV zur E-Rechnung. Diese Seite gibt einen fachlichen Überblick aus IT-Sicht und stellt keine Rechtsberatung dar; sie begründet keine Rechtssicherheit. Für die verbindliche Einstufung Ihres Betriebs ziehen Sie bitte Ihre Rechtsberatung oder die zuständige Aufsichtsbehörde hinzu. Genannte Produkt- und Herstellernamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und dienen der Beschreibung typischer Einsatzumgebungen.

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