Ein Shop ist der Anfang der Kette. Nicht das Ende.
Wir bauen Onlineshops auf Shopify, Shopware und WooCommerce, und verbinden sie mit dem, was dahinter steht: Warenwirtschaft, Lager, Versanddienstleister, Marktplätze, Buchhaltung. Damit eine Bestellung von der Kasse bis zur Rechnung läuft, ohne dass jemand nachhilft.
Fünf Stationen. An jedem Übergang entscheidet sich, ob es läuft.
Die meisten Betriebe haben gute einzelne Systeme, und dazwischen jemanden, der jeden Morgen eine Datei exportiert und woanders wieder einliest. Diese Handgriffe sind der eigentliche Kostenblock: Sie erzeugen Fehler, verzögern Bestände und fallen aus, sobald die betreffende Person im Urlaub ist.
Die Pfeile zeigen, was tatsächlich fließen muss, in beide Richtungen. Fehlt eine Rückrichtung, entsteht genau dort die Handarbeit.
Shopentwicklung: mit Blick auf das, was dahinter steht.
Wir bauen Shops nicht als Selbstzweck. Bevor wir über Gestaltung sprechen, sehen wir uns Ihre Warenwirtschaft und Ihre Auftragsstruktur an, denn davon hängt ab, welches System überhaupt sinnvoll ist.
Shopify ist schnell startklar und betriebsarm, dafür in der Tiefe begrenzt. Shopware spielt seine Stärke im B2B aus: kundenindividuelle Preise, Staffelungen, Freigabeprozesse, Angebotsfunktion. WooCommerce lohnt sich, wenn ohnehin WordPress im Haus ist und der Katalog überschaubar bleibt.
Der Fehler, den wir am häufigsten reparieren: ein Shop, der ohne Blick auf die Systeme dahinter gebaut wurde und später an Stellen aufgebrochen werden muss, die sich mit etwas Voraussicht hätten vermeiden lassen.
Was wir im Shop umsetzen
- Neuaufbau oder Relaunch, inklusive Migration von Artikeln, Kunden und Bestellhistorie
- B2B-Funktionen: Kundenpreise, Staffelungen, Freigabeprozesse, Angebote, Rechnungskauf
- Artikeldatenpflege an einer Stelle statt in Shop und Warenwirtschaft parallel
- Ladezeit und Suchmaschinen-Grundlagen von Anfang an, nicht als Nacharbeit
- Barrierefreiheit nach BFSG, wo der Shop sich an Endverbraucher richtet
- Anbindung von Zahlungsanbietern samt Rückweg in die Buchhaltung
Katalog, Warenkorb und mobile Ansicht, alle drei aus derselben Bestands- und Preisquelle.
Barrierefreiheit ist für Verbrauchershops keine Kür mehr
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verlangt seit dem 28. Juni 2025 barrierefreie elektronische Dienstleistungen: dazu zählen Onlineshops, die sich an Endverbraucher richten. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme; reine B2B-Shops sind gesondert zu bewerten.
Praktisch geht es um Tastaturbedienbarkeit, ausreichende Kontraste, sinnvolle Beschriftungen für Screenreader und Formulare, die Fehler verständlich melden. Vieles davon ist beim Neubau günstig und im Nachhinein teuer. Deshalb bauen wir es von vornherein ein, statt es später nachzurüsten.
Die Übergänge, hier liegt die eigentliche Arbeit.
Wo ein Standardmodul passt, nehmen wir es: Das ist günstiger und wartungsärmer als jede Eigenentwicklung. Wo keines passt, bauen wir das Verbindungsstück selbst.
Shop ↔ Warenwirtschaft
Artikel, Preise, Staffelungen und Bestände in eine Richtung, Aufträge und Kundendaten zurück. Mit einer führenden Bestandsquelle statt zweier Wahrheiten. Das ist die Maßnahme, die Überverkäufe tatsächlich beendet.
Marktplatzanbindung
Amazon, eBay, Otto, Kaufland. Jeder Kanal hat eigene Regeln für Bestand, Lieferzeit und Retoure. Wir binden alle an dieselbe Quelle an, statt jeden Kanal einzeln zu pflegen.
ERP und Warenwirtschaft
Microsoft Dynamics 365 Business Central, SAP Business One, Sage, JTL, Xentral, weclapp, plentymarkets: über die vorhandenen Schnittstellen, und über Dateiwege dort, wo ein System keine anbietet.
Lager und Kommissionierung
Kommissionieraufträge auf die Handhelds, Rückmeldungen in Echtzeit, Etiketten- und Palettendruck. Dazu das Netz in der Halle, damit der Scanner auf der Fahrt durch den Gang die Verbindung hält.
Versand und Retouren
DHL, DPD, GLS, UPS: Labelerzeugung, Sendungsnummern zurück in Shop und Kundenmail, Track-and-Trace ohne manuelles Nachtragen, inklusive Retourenlabel und Rückbuchung im Bestand.
Buchhaltung, EDI und E-Rechnung
Zahlungsanbieter und Rechnungen sauber in die Buchhaltung, DATEV-Übergabe inklusive. EDI zum Handel in EDIFACT oder openTRANS, und die Umstellung auf XRechnung oder ZUGFeRD vor dem 1. Januar 2027.
Dann bauen wir das Verbindungsstück selbst.
Gewachsene Betriebe haben fast immer eine Stelle, für die es kein fertiges Modul gibt: eine ältere Warenwirtschaft, eine Branchenlösung mit eigenem Datenformat, eine Maschine, die ihre Werte nur als Datei ausgibt, ein Handelskunde mit einer Formatvorgabe, die sonst niemand verwendet.
Genau das ist die Stelle, an der die meisten Anbieter abwinken. Wir entwickeln dort selbst, und zwar so, dass die Lösung auch ohne uns verständlich bleibt.
Wie wir Eigenentwicklungen bauen
- Dokumentiert: was läuft wann, welches Feld geht wohin, was passiert im Fehlerfall
- Überwacht: Alarm bei Stillstand, nicht erst bei Fehlermeldung
- Nachvollziehbar: jeder Durchlauf protokolliert und im Zweifel wiederholbar
- Auf Ihren Namen: Quellcode, Zugänge und Dokumentation gehören Ihnen
- Austauschbar: ein späterer Systemwechsel bleibt eine Aufgabe mit bekanntem Umfang
Eine Schnittstelle, die niemand überwacht, fällt freitags aus.
Und wird montags bemerkt. Dazwischen liegen Aufträge, die nicht angekommen sind, und Bestände, die auseinandergelaufen sind. Deshalb gehören Verbindungen bei uns in dieselbe Überwachung wie Server und Backup: im Managed Service zum festen Monatspreis, mit vereinbarten Reaktionszeiten.
Datenwege aufnehmen
Wir zeichnen nach, wo Daten heute von Hand wandern: welche Datei täglich exportiert wird, wer sie einliest, was passiert, wenn diese Person fehlt. Diese Liste ist regelmäßig die überraschendste Stunde des ganzen Projekts.
Beide Seiten prüfen
Wir sehen uns an, was die Systeme an Schnittstellen tatsächlich hergeben: nicht, was im Datenblatt steht. Danach sagen wir Ihnen den Aufwand, und zwar bevor wir anfangen.
Aufbauen und testen
Zuerst in einer Testumgebung mit echten Daten, dann parallel zum bestehenden Weg, erst danach im Alleinbetrieb. Artikeldaten sind dabei erfahrungsgemäß die Stelle, die am längsten dauert und am meisten unterschätzt wird.
Übergeben und überwachen
Dokumentation an Sie, Überwachung an uns. Sie bekommen die Verbindung erklärt, nicht nur ausgeliefert, und im Störungsfall ruft nicht der Kunde bei Ihnen an, sondern unser System bei uns.
Sven Ali Souilem
IT Consultant: Schwerpunkt hybride Infrastrukturen, E-Commerce und Schnittstellen.
Was Händler und Hersteller uns fragen.
Baut ihr Shops selbst oder bindet ihr nur an?
Beides, und in dieser Reihenfolge gedacht. Wir setzen Shops auf Shopify, Shopware und WooCommerce auf und verbinden sie anschließend mit der Warenwirtschaft, dem Lager, den Paketdiensten und der Buchhaltung. Der Grund, warum wir beides machen: Ein Shop, der ohne Blick auf die Systeme dahinter gebaut wurde, muss später an Stellen aufgebrochen werden, die sich mit etwas Voraussicht hätten vermeiden lassen.
Welches Shopsystem ist das richtige?
Das hängt weniger am Shop als am Rest der Kette. Shopify ist schnell startklar und betriebsarm, aber in der Tiefe begrenzt. Shopware ist stark, wenn Sie B2B-Anforderungen haben: Kundenpreise, Staffelungen, Freigaben. WooCommerce lohnt, wenn ohnehin WordPress im Haus ist und der Katalog überschaubar bleibt. Wir empfehlen erst, nachdem wir Ihre Warenwirtschaft und Ihre Auftragsstruktur gesehen haben.
Wir verkaufen mehr, als wir auf Lager haben. Woran liegt das?
Fast immer am Takt des Bestandsabgleichs. Wenn der Shop stündlich aktualisiert wird und Sie parallel über Marktplätze und den Fachhandel verkaufen, entstehen genau in diesem Fenster Überverkäufe. Die Lösung ist kein häufigerer Abgleich, sondern eine führende Bestandsquelle: Ein System hält den Bestand, alle anderen melden Bewegungen dorthin und fragen ab. Das ist der häufigste Auftrag, den wir im Handelsumfeld bekommen.
Was kostet eine Schnittstelle?
Das hängt daran, ob beide Seiten eine brauchbare Schnittstelle mitbringen. Sind auf beiden Seiten dokumentierte Zugänge vorhanden, ist es überschaubar. Muss aus einem älteren System über Dateiexporte gearbeitet werden, wird es aufwendiger, machbar ist es fast immer. Wir sehen uns beide Seiten an und nennen den Aufwand, bevor wir anfangen.
Unser ERP ist alt und hat keine API. Geht das trotzdem?
In aller Regel ja. Auch ältere Systeme geben Daten heraus: als Datei, über eine Datenbanksicht, über einen geplanten Export. Der Weg ist unbequemer und braucht mehr Sorgfalt bei Fehlerbehandlung und Protokollierung, aber er funktioniert. Wir haben diesen Fall häufiger als den mit der modernen Schnittstelle.
Muss unser Shop barrierefrei sein?
Wenn er sich an Endverbraucher richtet, seit dem 28. Juni 2025 ja. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verlangt barrierefreie elektronische Dienstleistungen, Bußgelder von bis zu 100.000 Euro sind vorgesehen. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Reine B2B-Shops sind anders zu bewerten. Für die verbindliche Einordnung Ihres Falls ziehen Sie bitte Ihre Rechtsberatung hinzu.
Wer merkt es, wenn eine Schnittstelle ausfällt?
Wir, wenn wir sie betreuen. Eine Verbindung zwischen Shop und Warenwirtschaft, die niemand überwacht, fällt erfahrungsgemäß am Freitagnachmittag aus und wird am Montag bemerkt. Dazwischen liegen Aufträge, die nicht angekommen sind, und Bestände, die auseinanderlaufen. Deshalb gehören Schnittstellen bei uns in dieselbe Überwachung wie Server und Backup, mit Alarm bei Stillstand und nicht erst bei Fehlermeldung.
Können wir später den Shop oder das ERP wechseln?
Ja, und wir bauen von vornherein so, dass es möglich bleibt. Die Verbindungsstücke werden dokumentiert und liegen bei Ihnen, Zugänge laufen auf Ihr Unternehmen. Ein Systemwechsel wird dann zu einer Aufgabe mit bekanntem Umfang statt zu einer Ausgrabung.
Wie lange dauert so ein Projekt?
Eine einzelne Schnittstelle zwischen zwei Systemen mit dokumentierten Zugängen ist eine Sache von Tagen bis wenigen Wochen. Ein neuer Shop mit Anbindung an Warenwirtschaft, Versand und Buchhaltung ist ein Projekt über mehrere Monate: abhängig davon, wie sauber Ihre Artikeldaten sind. Erfahrungsgemäß ist das die Stelle, die am längsten dauert und am meisten unterschätzt wird.
Zeigen Sie uns Ihre Kette.
Ein Gespräch, in dem wir durchgehen, welche Systeme Sie einsetzen und wo heute von Hand nachgeholfen wird. Danach wissen Sie, welche Übergänge sich zuerst lohnen, und was sie kosten.
Quellen: Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und BFSGV, anwendbar seit 28. Juni 2025 · § 14 UStG in Verbindung mit § 34a UStDV zur E-Rechnung. Diese Seite gibt einen fachlichen Überblick aus IT-Sicht und stellt keine Rechtsberatung dar; sie begründet keine Rechtssicherheit. Für die verbindliche Einordnung Ihres Falls ziehen Sie bitte Ihre Rechtsberatung hinzu. Genannte Produkt- und Herstellernamen sind Marken der jeweiligen Inhaber und dienen der Beschreibung typischer Einsatzumgebungen.
