Die Basis, auf der alles andere steht.
Microsoft 365, Telefonie, Fachanwendungen. Das alles läuft nur so gut wie der Unterbau darunter. Server, Netzwerk, Datensicherung: unspektakulär, bis einer davon ausfällt.
Wofür Unternehmen uns zur Infrastruktur rufen
Vier Situationen, aus denen bei uns die meisten Infrastrukturprojekte entstehen.
Was dazugehört
Server und Virtualisierung
Planung, Aufbau und Migration von Serverumgebungen: physisch, virtualisiert oder gemischt. Dazu Active Directory, Dateidienste, Druckdienste und die Fachanwendungen, die darauf laufen. Wir prüfen vorher mit deren Herstellern, was freigegeben ist, statt es hinterher herauszufinden.
Netzwerk mit Struktur
LAN, WLAN, VLAN-Segmentierung und Firewall als zusammenhängendes Ganzes. Getrennte Bereiche nach Schutzbedarf (Arbeitsplätze, Server, Gebäudetechnik, Gäste) statt eines flachen Netzes, in dem jedes Gerät jedes andere erreicht.
Cloud, on-premises oder beides
Wir rechnen beide Wege über fünf Jahre durch, einschließlich Betrieb, Strom und Ablösung am Ende. Cloud-Angebote sehen im ersten Jahr oft günstiger aus und im vierten nicht mehr. Welche Variante passt, hängt an Ihren Anwendungen und Ihrer Anbindung, nicht an einer Grundsatzentscheidung.
Datensicherung, die geprüft ist
Mindestens eine Kopie außerhalb der Reichweite des laufenden Netzes, damit ein Verschlüsselungsangriff sie nicht mitnimmt. Und regelmäßige Rückspieltests mit gemessener Dauer. Diese Zahl sagt Ihnen, wie lange ein Ausfall real dauert.
Überwachung statt Überraschung
Server, Netzwerk, Speicher, Sicherungen und kritische Dienste werden laufend geprüft. Ein volllaufender Datenträger oder eine abgebrochene Sicherung meldet sich bei uns, bevor sie bei Ihnen auffällt.
Dokumentation, die Ihnen gehört
Netzwerkplan, Adressbereiche, Berechtigungen, Lizenzen, Sicherungsketten, Wiederanlaufreihenfolge. Schriftlich, aktuell und jederzeit herausgegeben, auch wenn Sie sich später gegen uns entscheiden. Ein Dienstleister, der hier zögert, baut auf Abhängigkeit.
Warum „läuft doch“ kein Zustand ist
Die meisten Infrastrukturen, die wir übernehmen, funktionieren. Sie sind nur niemandem erklärbar. Gewachsen über Jahre, eingerichtet von wechselnden Händen, dokumentiert in den Köpfen von Leuten, die teilweise nicht mehr im Haus sind.
Das fällt im Alltag nicht auf. Es fällt an genau zwei Tagen auf: wenn etwas ausfällt und niemand weiß, in welcher Reihenfolge hochgefahren wird, und wenn jemand von außen Fragen stellt, etwa ein Versicherer nach einem Vorfall oder ein Auftraggeber mit eigenen Nachweispflichten.
Unsere Arbeit beginnt deshalb fast nie mit Technik, sondern mit Aufnehmen. Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, was bleibt, was ersetzt wird und was ersatzlos verschwinden kann.
Die Reihenfolge, die sich bewährt hat
Fast jede Liste, mit der wir anfangen, lässt sich auf drei dringende und fünf aufschiebbare Punkte eindampfen. Dringend ist, was bei Ausfall das Geschäft stoppt oder wofür es keinen Rückweg gibt.
Konkret heißt das meistens: zuerst die Datensicherung in Ordnung bringen, weil sie das Sicherheitsnetz für alles Weitere ist. Dann die Zugänge aufräumen: benannte Konten, minimale Rechte, Mehrfaktor-Anmeldung. Danach erst Hardware, Netzstruktur und Cloud-Entscheidungen.
Diese Reihenfolge ist langweilig und spart erfahrungsgemäß die meiste Zeit. Wer mit dem Serverkauf beginnt, stellt oft im dritten Monat fest, dass die Fachanwendung für die geplante Umgebung gar nicht freigegeben ist.
Was Unternehmen zur Infrastruktur fragen.
Was kostet eine neue Serverumgebung?
Das hängt zu stark von Ihrer Größe und Ihren Anwendungen ab, um eine seriöse Pauschale zu nennen. Was wir zusagen können: Wir rechnen vor der Entscheidung die Gesamtkosten über fünf Jahre durch (Anschaffung, Lizenzen, Betrieb, Strom und Ablösung am Ende) und stellen sie der Cloud-Variante gegenüber. Diese Gegenüberstellung bekommen Sie schriftlich, unabhängig davon, ob Sie uns beauftragen.
Cloud oder eigener Server, was ist besser?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten, und wer es doch tut, verkauft etwas. Entscheidend sind vier Dinge: ob Ihre Fachanwendungen für die Cloud freigegeben sind, wie belastbar Ihre Internetanbindung ist, welche Nachweispflichten für Sie gelten und über welchen Zeitraum Sie rechnen. In der Praxis endet es häufig bei einer Mischung.
Wie lange dauert ein Serverwechsel?
Die Vorbereitung dauert länger als die Umstellung: meist zwei bis vier Wochen Vorlauf, dann ein Wochenende für den eigentlichen Wechsel. Dass die Umstellung selbst unspektakulär verläuft, ist das Ergebnis der Vorarbeit, nicht Glück.
Müssen wir alles auf einmal erneuern?
Nein, und wir raten meistens davon ab. Eine Infrastruktur lässt sich in Etappen erneuern, solange die Reihenfolge stimmt. Der große Wurf auf einmal bindet viel Kapital und viel Aufmerksamkeit in Ihrem Haus. Beides fehlt dann im Tagesgeschäft.
Was passiert mit unserer alten Hardware?
Datenträger werden nachweisbar gelöscht oder physisch vernichtet, der Rest geht über einen zertifizierten Entsorger. Für personenbezogene Daten lassen wir die Vernichtung bescheinigen. Das ist die Unterlage, nach der bei einem Datenschutzvorfall gefragt wird. Ein Restwert lässt sich oft erzielen, wenn die Geräte nicht völlig verbraucht sind.
Betreuen Sie auch Umgebungen, die Sie nicht aufgebaut haben?
Das ist der Normalfall. Wir lesen die bestehende Umgebung aus, dokumentieren sie und übernehmen den Betrieb. Fehlende Unterlagen beim Vorgänger sind dabei kein Hindernis, sondern die Regel.
Brauchen wir ein eigenes Rechenzentrum?
Für den Mittelstand praktisch nie. Zwischen dem Schrank im Nebenzimmer und einem eigenen Rechenzentrum liegen Colocation, Private Cloud und Public Cloud: Wege, die deutlich günstiger sind und mehr Ausfallsicherheit bringen als ein eigener Raum, dessen Kühlung im Sommer an Grenzen kommt.
Wie oft muss Infrastruktur erneuert werden?
Server nach etwa fünf Jahren, orientiert am Ende der Herstellergarantie. Netzwerktechnik hält sechs bis acht Jahre, veraltet aber früher bei Sicherheitsaktualisierungen, ein Gerät ohne Firmware-Updates ist ein offenes Fenster, auch wenn es einwandfrei funktioniert.
Zum Weiterlesen
Alle Beiträge finden Sie im Blog.
Sven Ali Souilem
IT Consultant: Schwerpunkt Microsoft 365, Telefonie, Branchenlösungen und Eigenentwicklung.
Einmal draufschauen lassen?
Wir sehen uns Ihre bestehende Umgebung an und sagen, was trägt und was ersetzt gehört. Unverbindlich.
